Vitamin D-Tagesdosis

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Die Vitamin D-Tagesdosis

In sozialen Medien sind Empfehlungen zur Dosierung von weit über 4000 Einheiten Vitamin D als Tagesdosis keine Seltenheit. Ich nehme selbst auch “nur” 4000 IE.  Sind 4000 IE Vitamin D eine zu geringe Dosierung? Die Europäische Lebensmittel Sicherheit Behörde gibt als oberste Dosis 4000 IE / Pro Tag an. Oberste Empfehlung zur langfristigen Einnahme sind jedoch 4000 IE. Im Jahr 2012  wurde die Empfehlung der Höchstmenge der Vitamin D Tagesdosis für Erwachsene und Jugendliche von 50 Mikrogramm (50µg) auf 100µg angehoben. Die tägliche Höchstaufnahme-Menge für Kinder im Alter von 1-10 Jahren wurde von 25µg auf 50µg erhöht (Quelle).

Schützt Vitamin D vor Krebs?

  • Die Behauptung: Mit Vitamin D schützt man sich vor Krebs”

Nach dem Forscher Cochrane et al. (2014) gibt es keine gesicherten Beweise dafür, dass eine hochdosierte (über 4000 IE) Vitamin-D-Supplementation das Auftreten von Krebs bei Frauen verringert.

  • “There is currently no firm evidence that vitamin D supplementation decreases or increases cancer occurrence in predominantly elderly community-dwelling women .”

Nach Prof. Dr. Matthias Weber könnte eine sehr hohe Dosierung (über 4000 IE) zu erhöhtem Kalzium-Spiegel führen. Ein erhöhter Kalzium-Spiegel korreliert mit Gefäßerkrankungen von dem Herz, Lunge und Niere betroffen sein können.
( ZDF Quelle – Bitte ansehen). Bei einem ” sehr hohen Vitamin D Spiegel”, kann man von einem 25OHD von über 75 nmol/L ausgehen.

Aber ein niedriger Vitamin D-Spiegel macht doch krank, also hab ich lieber einen extrem hohen Vitamin D-Spiegel?

Die Untersuchungen der Universität Oxford und New Jersey Medical School legen eine langfristige Einnahme nahe, um einen Spiegel von 25OHD unter 50 nmol/L; zu halten. Weiterhin hat ein Spiegel von 75 nmol/L keine gesundheitlichen Vorteile (Quelle: Forscher Dr. Swansone).

Kritik an der Forschung

Mit einbezogen werden sollten bei den gegenwärtigen Forschungen, eine erhöhte Vitamin K2 Zufuhr, um eben weitere Nebenwirkungen zu verhindern/ den erhöhten Calcium-Spiegel nicht durch einen K2 Mangel zu begünstigen. Studien belegen zwar den förderlichen Effekt auf die Gesundheit, jedoch wird der Proband von einer Unterversorgung in eine Überversorgung gebracht. Die Überversorgung könnte langfristige negative Folgen haben. Ein Beispiel ist die Untersuchung von Giri et al. (2017) (Quelle) wie in der Grafik zusehen.

 

  • Die Serum 25-Hydroxyvitamin D-Spiegel von jedem Teilnehmer (n = 19) zu Beginn (siehe “Baseline” und nach oraler Cholecalciferol-Supplementation (60.000 IE / Woche) für zwei Monate.

Fazit zur Vitamin D-Zufuhr

Nach gegenwärtigem Kenntnisstand (08.01.2017), d.h. den Studien und dem Interview von Prof. Dr. Matthias Weber, raten wir von www.Ernährungsbalance.de von einer langfristigen Vitamin D-Tagesdosis als gesunder Jugendlicher/ Erwachsener zu einer Dosierung von über 4000 IE ab. Das entspricht einem Vitamin D Spiegel ( 25OHD)  von weniger als 75 nmol.

Warum sollte ich Vitamin D nehmen?

  • Der Alltag der Deutschen hat sich gewandelt. Wir sitzen zunehmen zu Hause und nicht in der Sonne. Rund 90 % der Deutschen haben zu wenig Sonnenvitamin im Blut. Die meisten wissen es nicht.

In den Wintermonaten war ich häufiger erkältet, fühlte mich schlapp und antriebslos.
Das Fachwissen aus diesem Artikel nutzen, um sich endlich mal antriebsstark zu fühlen, klang für mich nur logisch.

Wie das geht – und was Du sonst noch über Vitamin D wissen musst – erfährst Du in diesem Artikel: Was ist Vitamin D und warum brauchst Du es? Welche Vitamin D-Mangel-Symptome treten auf? Wie funktioniert die Vitamin D-Versorgung durch Sonnenlicht und Lebensmittel? Was ist Vitamin K2? Wie viel Vitamin D brauchst Du? Vitamin D und die Risiken (und wie Du sie vermeidest). Vitamin D Dosierung: So vermeidest Du einen Vitamin D-Mangel

Wofür Vitamin D?

Nahezu jede Zelle in deinem Körper besitzt einen Vitamin D-Rezeptor. Entsteht ein Vitamin D-Mangel, folgen weitere Mängel, wie zum Beispiel bei Kalzium. Ist Vitamin D niedrig, kann der Körper Kalzium nur schwer aus deiner Ernährung aufnehmen. Kalzium ist dabei auch nicht nur für die härte der Knochen zuständig, sondern auch für die Signalweiterleitung innerhalb der Muskelzelle.

Welche Vitamin D-Mangel-Symptome können auftreten?

Neben zahlreichen Mineralstoff-Mängeln können einige Symptome am Körper auftreten. Bei genügend Vitamin D hat es folgende Wirkungen auf:

  • Muskulatur:  Vitamin D -> Kalzium -> Muskelkraft
  • Herz-Kreislauf-System: Beteiligt am Blutdruck
  • Gehirn: Senkt das Risiko für Multiple Sklerose, Demenz, Parkinson und Alzheimer.
  • Immunsystem: Unterstützt zahlreiche Funktionen vom Immunsystem
  • Fettstoffwechsel: Unterstützt eine regulierte Insulinproduktion

Vitamin D-Mangel-Symptome 

  • Muskulatur:  Muskelschwäche und Muskelschwund
  • Herz-Kreislauf-System: Abgeschlagenheit und Müdigkeit
  • Gehirn: Senkt das Risiko für Multiple Sklerose, Demenz, Parkinson und Alzheimer.
  • Fettstoffwechsel: Störungen im Fettstoffwechsel

 

Rund 90% der Deutschen sind unterversorgt. Nach der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, liegt Vitamin D in der ersten Vorsorgungskategorie. Das heißt so viel wie: Liebe Deutsche, ihr habt einen Vitamin D Mangel!

Zu erwähnen ist, dass im Alter der Körper seine Fähigkeit Vitamin D aus Sonnenenergie herzustellen, reduziert. Bei Übergewicht kann der Vitamin-D-Status bis zu absinken.

In der DEVID Studie mit 1258 Menschen, wurde der Vitamin D Status in 4 Gruppen unterteilt. Mit dem Vitamin D Status meinen die Forscher der DEVID Studie den 25- OH-D Plasmaspiegel.

Die Ergebnisse der DEVID Studie: Gruppe Blau Nr.1 hatte einen Mangel,
Gruppe Nr.2 hatte eine Insuffizenz, Gruppe Nr.3 hatte eine Suffizienz und Gruppe Nr.4 einen schweren Mangel.

 

Das Gute an den Erkenntnissen der Forschungen

Zum Glück sind all die erwähnten Probleme (niedriger Vitamin D- Spiegel und Symptome) relativ leicht lösbar. Die erwähnten Probleme waren: Infektanfälligkeit, Muskelschwäche, Muskelschwund, Müdigkeit und weitere Mängel.

Bevor Sie aber die Artikel- Seite schließen, ist es für mich noch wichtig, dass Sie komplett umfassend alles über Vitamin D lernen können. Bis jetzt hat der Artikel zahlreiche gegenwärtige Fragen beantwortet, aber noch kein bisheriges schon bekanntes Wissen eröffnet.

Was ist Vitamin D?

Vitamin D ist eigentlich ein Hormon, welches aber in der Nahrung in Form von Vitamin D2- Ergocalciferol (Pflanzliche Form) vorkommt.
Außerdem kommt es in tierischer Form als Vitamin D3 (Cholecalciferol) vor. Vom Körper aufgenommen, müssen beide Formen umgewandelt werden in: 1,25-Dihydroxyvitamin D3 – auch als 1,25(OH)₂D3 bekannt. Diesen Wert kann Ihr Arzt in Form von Blutplasma abnehmen und vom Labor auswerten lassen

Vitamin D-Versorgung durch Sonnenlicht

Durch Sonnenlicht kann der Körper im Hochsommer ca. in 20 Minuten 10000 Einheiten herstellen. IE heißt dabei internationale Einheiten.

  • 40 i.E. Vitamin D3 sind genau das gleiche wie ug Vitamin D3 (Faktor 40)

Sonnencreme schützt dabei zwar vor Sonnenlicht, hemmt aber leider auch die Vitamin D-Produktion.

Ist es möglich Vitamin D überzudosieren?

Die Frage sollte lauten: Wie viel ist sinnvoll. In Foren werden teilweise Spiegel von 150 nmol/l empfohlen, wegen der entzündungshemmenden Wirkung,die nach Foren-Meinung natürlich mit höherer Dosierung zunehmen soll.

Die oben erwähnten Ergebnisse aus den Forschungen der Universität Oxford und New Jersey Medical School beschreiben, dass ein Spiegel von über 75 nmol/L keine weiteren gesundheitlichen Vorteile hat (Quelle: Forscher Dr. Swansone).

Ab einem Blutwert von ca. 150 – 200 nmol/l, wandelt der Körper das zugeführte Vitamin D in Energie um/ er macht es unbrauchbar!

Vitamin D-Versorgung durch Lebensmittel

 

In Lebensmitteln kommt Vitamin D nur in einigen Pflanzen in Form von Vitamin D2 und in einigen Tieren in Form von Vitamin D3 vor.
Dazu gehören: Fische, Pilzen, Weidenmilch und Eier

 

Vitamin D-Gehalt in verschiedenen Lebensmitteln (Gehalt pro 100 g, Lebensmittelmenge für die Abdeckung des vorbeugenden Vitamin D Bedarfs von 2.000-4.000 IE):

  1. Lebertran – 10.000 IE/ Dosierungsbedarf: 17-34 g pro Tag
  2. Aal* – 900 IE/ Dosierungsbedarf: 227-454 g pro Tag
  3. Lachs* – 700 IE/ Dosierungsbedarf: 294-588 g pro Tag
  4. Avocado – 200 IE/ Dosierungsbedarf: 1-2 kg pro Tag
  5. Steinpilze – 120 IE/ Dosierungsbedarf: 1,7-3,4 kg pro Tag
  6. Champignons – 80 IE/ Dosierungsbedarf: 2,5-5 kg pro Tag
  7. Hühnerei – 80 IE/ Dosierungsbedarf: 2,5-5 kg pro Tag
  8. Butter – 40 IE/ Dosierungsbedarf: 5-10 kg pro Tag

Vitamin D ist eines der erforschten Vitamine! Man weiß mittlerweile, in welchen Dosen es eingesetzt werden kann und wie es verstoffwechselt wird. Ein weiterführender Artikel ist:
Vitamin D3 – sei schlau, nutze es richtig!

Vielen Dank für´s Lesen!

Team Ernährungsbalance

 

Omega-3 und Krebs

Brustkrebsrisiko und Omega-3

Bereits seit 20 Jahren ist bekannt welche Auswirkungen Ernährungsgewohnheiten auf die Entstehung von Krebs haben (nach WHO 20 bis 70%). In der Ernährung spielen mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren eine wichtige Rolle bei der Brustkrebsvorsorge [1]. Während Budwig Leinöl (mit der Omega-3 – Ala- Fettsäuren) empfiehlt, werden in zahlreichen Studien ausschließlich die EPA und DHA Fettsäuren empfohlen um seinen Omega-3-Bedarf zu decken.

Warum sollte man Fisch dem Leinöl gegenüber bevorzugen?

  • Die pflanzliche Omega-3 Quelle Leinöl, wird nicht optimal in für den Körper essentielle Fettsäuren umgewandelt. Pflanzen haben in der Regel die ALA Fettsäure. Durch Genmutation könnte es zukünftig möglich sein, die für den Menschen notwendigen Fettsäuren EPA bzw. DHA durch gezüchtete Pflanzen zu decken. Bis jetzt kann unter keiner Dosierung der optimale Omega 3-Index in den Erythrozyten mithilfe Pflanzenölen und Algen erreicht werden, nach Prof. Dr. med. C. von Schacky.
  • Dabei gilt: Die ALA-Fettsäure wird zu 4-9% zu EPA umgewandelt. Die EPA-Fettsäure wird zu 0-4% zu DHA-Fettsäure umgewandelt[1] [2] [3] .
  • Frauen weisen im Vergleich zu Männern eine höherwertige DHA-Synthese auf, was auf die Effekte des Östrogens zurückgeführt werden kann. Während gesunde junge Frauen etwa 21 % der alimentär (über die Nahrung) zugeführten alpha-Linolensäure zu EPA und 9 % zu DHA konvertieren, wird bei gesunden jungen Männern die alpha-Linolensäure aus der Nahrung nur zu etwa 8 % in EPA und nur zu 0-4 % in DHA umgewandelt [1] [2] [3] .
  • ALA = Alpha-Linolensäure
  • EPA = Eicosapentaensäure
  • DHA = Docosahexaensäure


Warum ist es wichtig seinen Omega-3 Bedarf zu decken?

Es gibt unzählige Studien, die bei Omega-3 eine positive Wirkung feststellen konnten. Zahlreiche Studien widerlegen aber auch die Wirkungen.

Die Frage ist: Wer hat recht und warum?

Auf zahlreiche methodische Fehler, welche in Studien stattfinden können, hat mich Prof. Dr. med. Clemens von Schacky aufmerksam gemacht. Bei Omega-3 ist nicht nur die Mahlzeiten-Kombination entscheidend, sondern auch die Quellen. Dr. med. Clemens von Schacky erwähnte für mich einen Merksatz: Einnahme ist nicht immer gleich Aufnahme bei Omega-3. Außerdem unterscheiden sich auch die Messverfahren in ihren Ergebnissen, was einen Studienvergleich schwierig macht und teilweise einige Studien, die bisherige Ergebnisse widerlegen, nicht verwertbar machen. Dr. med. Clemens von Schacky hat aus seiner Leidenschaft heraus ein Messungsverfahren erfunden: HS-Omega-3 Index® – Omegametrix, welches sehr genau ist und eine Bewertung möglich macht.

Stichpunkte zu Omega-3:

  • Omega 3 wird in die Zellwand eingebaut
  • Omega 3 Kapseln alleine morgens aufzunehmen führt zu einem niedrigeren Omega-3 Index-Anstieg, als zum Mittagessen
  • Andere Öle, wie Olivenöl, verbessern die Aufnahme vom den Omega-3 Fettsäuren EPA- und DHA
  • Es sind ca. 3000mg bis 5000mg EPA notwendig (zur Mahlzeit) um einen optimalen Omega-3-Index in den  Erythrozyten zu erreichen.
  • Die Omega-3 Fettsäure im Fisch (DHA) wirkt entzündungshemmend und neuroprotektiv (das Überleben von Nervenzellen und Nervenfasern fördernd).

Außerdem fällt auf:

  • Eine niedriger Omega-3-Index mit hoher Brustkrebs-Rate korreliert
  • Brustkrebs mit Fettleibigkeit assoziiert

Der Zusammenhang zwischen Omega-3 und Krebs wird mit dem erhöhten Wert an EPA- und DHA-Fettsäuren in den roten Blutkörperchen erklärt (Omega-3-Index), denn EPA- und DHA-Fettsäuren und Omega-6 Fettsäuren sind im Wettkampf um den Einbau in die Zellmembran. [2] Eine Korrelation ist natürlich kein eindeutiger Beweis. Es Bedarf weiterer zusammenfassender Studien, die aus allen Risikofaktoren anwendbare Empfehlungen ableitet. Dennoch ist es unumstritten, dass Omega-3 bei 5 Gramm pro Tag keine Nebenwirkungen hat [EFSA].

Brustkrebs ist die weltweit häufigste bösartige Erkrankung bei Frauen. Jedes Jahr werden mehr als eine Million neue Fälle weltweit diagnostiziert und mehr als 400.000 Menschen sterben [3]. Im Jahr 2002 wurde ein viertel aller Krebsfälle weltweit als Folge von Übergewicht und körperlicher Inaktivität gewertet [5]. Die Europäische Union schätzte daher, dass 13.000 Brustkrebsfälle vermieden werden könnten.

Es wird angenommen, dass das BRCA1- Gen, welches für die DNA-Reparatur verantwortlich ist, für das ererbte Brustkrebsrisiko verantwortlich ist. [7]  Die Forscher Lubinski et al. 8 fanden heraus, dass Brustkrebs bei kanadischen Frauen öfter auftritt (zu 72% Träger der BRCA1- Mutation) im Vergleich zu polnischen BRCA1- Trägern (72% vs. 49% ). Die Forscher führten den signifikanten auf mehrere potentielle Faktoren zurück:

  • genetische Hintergründe (BRCA1- Gen)
  • Häufigkeit vom Screening (mehr Brustkrebsfälle wurden in Polen in frühen Stadien entdeckt)
  • Ernährungsgewohnheiten (Wie die Omega-3-Zufuhr, täglich Vitamin und Mineralienabdeckung)

Epigenetik

Je nachdem in welchem Umfeld eine Frau wohnt, ob sie Stress / keinen Stress hat und Sport oder eben keinen Sport betreibt und welche Lebensmittel Sie isst, können Gene aktiviert (demethyliert) werden. Eine neuere Studie aus Dezember 2017, greift diesen Punkt für Omega-3 auf [8]. Wenn Sie bis jetzt aufmerksam mitgelesen haben, stellt sich die Frage: Was hat Omega-3 damit zu tun?

Omega-3 und das Brustkrebsrisiko der Frau

Vermieden werden können zahlreiche Brustkrebsfälle durch studienbasierte gesunde Ernährung. Es ist außerdem möglich mit aktuellen Ernährungsprogrammen Mikronährstoffe und Fettsäuren einzelner Lebensmittel und somit auch der gesamten Ernährung zu berechnen. Neben der Ernährung auch Bewegung und auf ein gesundes Körpergewicht zu achten um sein Krebsrisiko zu senken [6].

Wie jede Frau Ihr Brustkrebsrisiko senken kann:

  • Wöchentlich Sport
  • Toxine und Co. meiden ( auch Aluminium in Deos)
  • Sonnenblumenöl, Walnüsse und sonstige Omega-6 Quellen in Maßen
  • mehr als 500 mg Omega-3 am Tag, optimal sind mehr als 3 Gramm Omega-3 aus EPA und DHA Fettsäuren

Was die Omega-3 Dosierung angeht, so haben Interventionsstudien bei Frauen, sowohl vor als auch nach der Menopause, viel versprechende Ergebnisse festgestellt. Studien, die mit nur 0,84 g / Tag EPA + DHA, sowie eine Dosierung bis zu 7,56 g / Tag EPA + DHA, wurden gut vertragen. 

Als Beispiel:

  • Sardinen 2.084mg / 100 Gramm
  • Hering aus der Ostsee 1.910mg / 100 Gramm
  • Lachs 1.748mg / 100 Gramm

Die Ernährung sollte nicht emotional zusammengestellt werden, d.h. nach dem, was man für richtig hält, sondern sollte 100% Ballaststoffe, Mikronährstoffe wie Vitamine und Mineralien abdecken. Außerdem stehen im Körper Omega-3 und Omega-6 im Wettkampf um die Umwandlung durch Enzyme, sowie führen die meisten Omega-6 Fettsäuren zu entzündungsfördernden Hormonen (Holford). Empfehlenswert ist es, nicht nur mehr Omega-3 zu verzehren, sondern auch auf das Verhältnis zwischen Omega-3 und Omega-6 zu achten. Sehr viel Omega-6 haben zum Beispiel: Sonnenblumenöl (63%), Walnüsse (34%) und Distelöl (75%). Omega-6 ist in fast allen fetthaltigen Lebensmitteln, wie z.B. in aller Art von naturbelassenen Ölen, Samen, Nüssen, Vollkorn, Hülsenfrüchten. Ein Zusammenrechnen der Tagesmenge von Omega-6 macht Sinn.

Fragen zu diesem Thema können in unserer Facebook-Gruppe: Krebs und Ernährung gestellt werden.
Bis dahin wünschen wir gutes Gelingen.

Viele Grüße

Michael Neumann

Soja ein gutes Lebensmittel? – Teil 1

In den letzten 20 Jahren ist die Popularität von Soja gestiegen. Untersuchungen haben ergeben, dass dieses Lebensmittel gesundheitliche Vorteile unabhängig von ihrem Nährstoffgehalt bringen. So genehmigte die FDA- Food and Drug Administration im Jahr 1999 eine gesundheitsbezogene Angabe für Sojafrüchte und Herzkreislauf-Erkrankungen basierend auf den hypocholesterinämischen Effekten von Sojaprotein. In den letzten Jahren sind Sojafrüchte jedoch umstritten, da Bedenken bestehen, dass ihr einzigartiger Gehalt an Phytoöstrogenen (durch Isoflavon) bei manchen Individuen zu unerwünschten Wirkungen führen kann.

Des öfteren werden Therapeuten Fragen über Soja gestellt.

Dieser Artikel soll für Klarheit sorgen. Über Soja führte ich ein nettes Gespräch mit einem Forscher aus der Landwirtschaft. Laut ihm wurden mit Soja ursprünglich nur Schweinen gefüttert. Mit der Zeit wurden dann Sportler die neue Zielgruppe. Mittlerweile wollen die Sportler es aber eben (meistens) auch nicht mehr, weil es Vorsichtig ausgedrückt, in Verdacht mit vielen Nebenwirkungen steht. Als Proteinquelle schätzen es Veganer sehr.

Ist Soja gesund ?

Gesund heißt nicht nur, dass es zugelassen ist, sondern das es unter Umständen, in bestimmten Mengen gegessen werden kann und gesundheitlich fördernde Wirkungen hat. In den USA gibt es seit 1999 einen so genannten "Health Claim" für Lebensmittel, die Sojaprotein enthalten. Dabei werden 25 Gramm des Pflanzeneiweißes empfohlen, was 50 Milligramm Isoflavonen entspricht.

 

Die Isoflavone gehören zu den Phytoestrogenen, welche als so genannte sekundäre Pflanzenstoffe eine ähnliche rezeptorrelevante Struktur wie Estradiol (weibliches Hormon) haben, sodass sie sich an verschiedene Estrogenrezeptoren binden und im menschlichen Organismus eine estrogene Wirkung hervorrufen können. Das Gefährdungspotenzial der Isoflavone und ihrer Hauptmetabolite liegt darin, dass sie in den Hormonhaushalt eingreifen können...
Setchell und Cassidy, 1999)" (Quelle: BFR). Das BfR - Bundesinstitut für Risikobewertung beschreibt  dosisabhängige hormonelle Nebenwirkungen. Deutsche Apotheken meldeten vermehrt in den Jahren 2003 bis 2005 verschiedene Nebenwirkungen von Produkten mit Isoflavone
aus Soja- bzw. Rotklee-Extrakten . Die gemeldeten Nebenwirkungen verschwanden als die Kunden die Produkte nicht mehr konsumierten. (Quelle: BFR)

--> Nebenwirkungen waren: Rhinitis, Spannung der Haut, Schwellung
nicht näher beschrieben, Allergie, Ödem lokal, Rötung Haut/Schleimhaut; Juckreiz, Flush, Exanthem, Schwellung Haut/Schleimhaut, Ekzem, Muskelschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Urtikaria, systolischer und diastolischer Blutdruck erhöht, Atemnot, Kribbeln, Bauchschmerzen, Schmerzen nicht näher beschrieben, Hautauschlag, Tachykardie, Kreislaufbeschwerden, Schwindel, Tachypnoe, Fertilitätsstörung, Müdigkeit, Husten, Auswurf, Unruhe, Unwohlsein, Schweißausbruch, Angst, Thoraxschmerzen, Parästhesie, Präcordialschmerz (BFR) .

Verschiedene Ergebnisse über Soja bei verschiedenen Forschungen

Wissenschaftler haben aufgedeckt, dass ein Verzehr von 50 Gramm Sojaprotein bei Brustkrebs Erkrankten die Genexpression tumorförderder Stoffe steigert (Cancer Center, Moshe Shike vom Memorial Sloan-Kettering). USA-Studien, als auch chinesischen Studien belegen wiederum, dass der Sojakonsum Krebsrisiko senkend ist (1). Das NCI- "National Cancer Insitut" erforschte eine Vielzahl an Studien und kam zum Entschluss, dass Soja wahrscheinlich das Risiko für Krebs verringert. Testen muss man noch bei welcher Dosis (2). Die Sojabohne unverarbeitet, erscheint für Frauen ohne Brustkrebs als sicher, jedoch nur in kleinen Dosen (4). Sojamehl stimulierte das Tumorwachstum nicht, wohingegen Tumore bei Tieren, die fortschreitend raffiniertere Sojaprodukte erhielten, trotz gleicher Konzentrationen der Genisteinaufnahme in allen Gruppen eine Wachstumssteigerung aufwiesen. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass hochverarbeitete Sojazusätze wie Sojaproteinisolat, Isoflavonreiche Sojaextrakte oder Isoflavonkapseln eine Aktivität zeigen (5)

Unberücksichtigten Faktoren von Soja und Studien

Faktoren der Region und Pflanze

Weitere Meta Analysen unter anderem vom Springer-Verlag, weisen auf einen sehr wichtigen Faktor hin, der nicht in allen Studien berücksichtigt wurde. Es geht um die "regionale" Wirkung: Die Soja-Isoflavone-Aufnahme wird mit einem deutlichen reduzierten Risiko von Brustkrebs assoziiert bei Krebs in der asiatischen Bevölkerung , aber nicht in der westlichen Bevölkerung (3) . Die Metaanalysen von Springer vom Jahr 2006 bis 2011 berichten darüber, dass sich die Menge an Inhaltsstoffen der Sojabohne zwischen China und westlichen Ländern unterscheidet, sowie auch die dort lebenden Menschen. Normaler Tofu (100 g) enthält 8,08-6,8 g Sojaprotein, wohingegen der in  Asien je nach Quelle nur 6-5 g Sojaprotein enthält. Wichtig ist auch den Grad der Verarbeitung von Soja zu berücksichtigen, welcher die biologische Aktivität der resultierenden Sojaprodukte beeinflusst.

Faktoren des Menschen

Vorfahren der östlichen Länder konsumierten bereits Soja, während Soja erst seit 21. Jahrhundert in westlichen Ländern verfügbar ist. Somit konnte sich die Nutrigenetik bereits anpassen. Das Brustkrebsrisiko für die durchschnittliche Frau ist im Westen (133 pro 100 000) deutlich höher, als bei Frauen in Asien (39 pro 100 000).

Faktoren des Studiendesigns

Es gibt viele potenzielle Quellen für Fehler beim erforschen von Soja. Nur wenige Studien wurden ursprünglich entwickelt, um die Wirkung von Soja als Risikofaktor zu testen  (6). In vielen Studien wurde der Konsum von 100 g Tofu pro Woche getestet. Der häufigste "Cutpoint" lag bei 7,92 g Sojaprotein pro Woche - das entspricht nur 1,13 g Sojaprotein / Tag (ca. 15gr Tofu am Tag).

Ergebnis: Kann man Soja essen?

Aufgrund der vielen Wissenslücken und Inkonsistenzen, die durch diese Artikel und relevanter Studien aufgedeckt wurden, kann von uns kein hochdosiertes Isoflavonpräparat empfohlen werden (7 & 6).

Von Kindern
sollte es wegen der hormonähnlichen Phytoöstrogene, die die weiblichen Fortpflanzungsorgane und das Immunsystem verändern, nicht verzehrt werden.

Bei gesunden Männern kann Soja zwar zu einer leichten Abnahme der Summe an Spermien führen, jedoch nicht zur Unfruchtbarkeit.

Bei Krebs: Die unverarbeitete Sojabohne und Sojamehl stimulierte das Tumorwachstum in kleinen Dosen nicht. Vorsicht vor hochverarbeitete Soja! Proteinisolat aus Soja, isoflavonreiche Sojaextrakte oder Isoflavon-Kapseln stehen in Verdacht eine tumorwachstumstimulierende Aktivität zu haben.

(1) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22874526

(2) Natl Cancer Inst. 2006

(3) https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs10549-010-1270-8

(4) https://onf.ons.org/on

(5) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4069805/

(6) https://academic.oup.com/jnci/article/98/7/459/2522023

(5) https://academic.oup.com/jnci/article/98/7/459/2522023/MetaAnalysis-of-Soy-Intake-and-Breast-Cancer-Risk

(7) www.Ernährungsbalance.de

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