Vitamin D-Tagesdosis

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Die Vitamin D-Tagesdosis

In sozialen Medien sind Empfehlungen zur Dosierung von weit über 4000 Einheiten Vitamin D als Tagesdosis keine Seltenheit. Ich nehme selbst auch “nur” 4000 IE.  Sind 4000 IE Vitamin D eine zu geringe Dosierung? Die Europäische Lebensmittel Sicherheit Behörde gibt als oberste Dosis 4000 IE / Pro Tag an. Oberste Empfehlung zur langfristigen Einnahme sind jedoch 4000 IE. Im Jahr 2012  wurde die Empfehlung der Höchstmenge der Vitamin D Tagesdosis für Erwachsene und Jugendliche von 50 Mikrogramm (50µg) auf 100µg angehoben. Die tägliche Höchstaufnahme-Menge für Kinder im Alter von 1-10 Jahren wurde von 25µg auf 50µg erhöht (Quelle).

Schützt Vitamin D vor Krebs?

  • Die Behauptung: Mit Vitamin D schützt man sich vor Krebs”

Nach dem Forscher Cochrane et al. (2014) gibt es keine gesicherten Beweise dafür, dass eine hochdosierte (über 4000 IE) Vitamin-D-Supplementation das Auftreten von Krebs bei Frauen verringert.

  • “There is currently no firm evidence that vitamin D supplementation decreases or increases cancer occurrence in predominantly elderly community-dwelling women .”

Nach Prof. Dr. Matthias Weber könnte eine sehr hohe Dosierung (über 4000 IE) zu erhöhtem Kalzium-Spiegel führen. Ein erhöhter Kalzium-Spiegel korreliert mit Gefäßerkrankungen von dem Herz, Lunge und Niere betroffen sein können.
( ZDF Quelle – Bitte ansehen). Bei einem ” sehr hohen Vitamin D Spiegel”, kann man von einem 25OHD von über 75 nmol/L ausgehen.

Aber ein niedriger Vitamin D-Spiegel macht doch krank, also hab ich lieber einen extrem hohen Vitamin D-Spiegel?

Die Untersuchungen der Universität Oxford und New Jersey Medical School legen eine langfristige Einnahme nahe, um einen Spiegel von 25OHD unter 50 nmol/L; zu halten. Weiterhin hat ein Spiegel von 75 nmol/L keine gesundheitlichen Vorteile (Quelle: Forscher Dr. Swansone).

Kritik an der Forschung

Mit einbezogen werden sollten bei den gegenwärtigen Forschungen, eine erhöhte Vitamin K2 Zufuhr, um eben weitere Nebenwirkungen zu verhindern/ den erhöhten Calcium-Spiegel nicht durch einen K2 Mangel zu begünstigen. Studien belegen zwar den förderlichen Effekt auf die Gesundheit, jedoch wird der Proband von einer Unterversorgung in eine Überversorgung gebracht. Die Überversorgung könnte langfristige negative Folgen haben. Ein Beispiel ist die Untersuchung von Giri et al. (2017) (Quelle) wie in der Grafik zusehen.

 

  • Die Serum 25-Hydroxyvitamin D-Spiegel von jedem Teilnehmer (n = 19) zu Beginn (siehe “Baseline” und nach oraler Cholecalciferol-Supplementation (60.000 IE / Woche) für zwei Monate.

Fazit zur Vitamin D-Zufuhr

Nach gegenwärtigem Kenntnisstand (08.01.2017), d.h. den Studien und dem Interview von Prof. Dr. Matthias Weber, raten wir von www.Ernährungsbalance.de von einer langfristigen Vitamin D-Tagesdosis als gesunder Jugendlicher/ Erwachsener zu einer Dosierung von über 4000 IE ab. Das entspricht einem Vitamin D Spiegel ( 25OHD)  von weniger als 75 nmol.

Warum sollte ich Vitamin D nehmen?

  • Der Alltag der Deutschen hat sich gewandelt. Wir sitzen zunehmen zu Hause und nicht in der Sonne. Rund 90 % der Deutschen haben zu wenig Sonnenvitamin im Blut. Die meisten wissen es nicht.

In den Wintermonaten war ich häufiger erkältet, fühlte mich schlapp und antriebslos.
Das Fachwissen aus diesem Artikel nutzen, um sich endlich mal antriebsstark zu fühlen, klang für mich nur logisch.

Wie das geht – und was Du sonst noch über Vitamin D wissen musst – erfährst Du in diesem Artikel: Was ist Vitamin D und warum brauchst Du es? Welche Vitamin D-Mangel-Symptome treten auf? Wie funktioniert die Vitamin D-Versorgung durch Sonnenlicht und Lebensmittel? Was ist Vitamin K2? Wie viel Vitamin D brauchst Du? Vitamin D und die Risiken (und wie Du sie vermeidest). Vitamin D Dosierung: So vermeidest Du einen Vitamin D-Mangel

Wofür Vitamin D?

Nahezu jede Zelle in deinem Körper besitzt einen Vitamin D-Rezeptor. Entsteht ein Vitamin D-Mangel, folgen weitere Mängel, wie zum Beispiel bei Kalzium. Ist Vitamin D niedrig, kann der Körper Kalzium nur schwer aus deiner Ernährung aufnehmen. Kalzium ist dabei auch nicht nur für die härte der Knochen zuständig, sondern auch für die Signalweiterleitung innerhalb der Muskelzelle.

Welche Vitamin D-Mangel-Symptome können auftreten?

Neben zahlreichen Mineralstoff-Mängeln können einige Symptome am Körper auftreten. Bei genügend Vitamin D hat es folgende Wirkungen auf:

  • Muskulatur:  Vitamin D -> Kalzium -> Muskelkraft
  • Herz-Kreislauf-System: Beteiligt am Blutdruck
  • Gehirn: Senkt das Risiko für Multiple Sklerose, Demenz, Parkinson und Alzheimer.
  • Immunsystem: Unterstützt zahlreiche Funktionen vom Immunsystem
  • Fettstoffwechsel: Unterstützt eine regulierte Insulinproduktion

Vitamin D-Mangel-Symptome 

  • Muskulatur:  Muskelschwäche und Muskelschwund
  • Herz-Kreislauf-System: Abgeschlagenheit und Müdigkeit
  • Gehirn: Senkt das Risiko für Multiple Sklerose, Demenz, Parkinson und Alzheimer.
  • Fettstoffwechsel: Störungen im Fettstoffwechsel

 

Rund 90% der Deutschen sind unterversorgt. Nach der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, liegt Vitamin D in der ersten Vorsorgungskategorie. Das heißt so viel wie: Liebe Deutsche, ihr habt einen Vitamin D Mangel!

Zu erwähnen ist, dass im Alter der Körper seine Fähigkeit Vitamin D aus Sonnenenergie herzustellen, reduziert. Bei Übergewicht kann der Vitamin-D-Status bis zu absinken.

In der DEVID Studie mit 1258 Menschen, wurde der Vitamin D Status in 4 Gruppen unterteilt. Mit dem Vitamin D Status meinen die Forscher der DEVID Studie den 25- OH-D Plasmaspiegel.

Die Ergebnisse der DEVID Studie: Gruppe Blau Nr.1 hatte einen Mangel,
Gruppe Nr.2 hatte eine Insuffizenz, Gruppe Nr.3 hatte eine Suffizienz und Gruppe Nr.4 einen schweren Mangel.

 

Das Gute an den Erkenntnissen der Forschungen

Zum Glück sind all die erwähnten Probleme (niedriger Vitamin D- Spiegel und Symptome) relativ leicht lösbar. Die erwähnten Probleme waren: Infektanfälligkeit, Muskelschwäche, Muskelschwund, Müdigkeit und weitere Mängel.

Bevor Sie aber die Artikel- Seite schließen, ist es für mich noch wichtig, dass Sie komplett umfassend alles über Vitamin D lernen können. Bis jetzt hat der Artikel zahlreiche gegenwärtige Fragen beantwortet, aber noch kein bisheriges schon bekanntes Wissen eröffnet.

Was ist Vitamin D?

Vitamin D ist eigentlich ein Hormon, welches aber in der Nahrung in Form von Vitamin D2- Ergocalciferol (Pflanzliche Form) vorkommt.
Außerdem kommt es in tierischer Form als Vitamin D3 (Cholecalciferol) vor. Vom Körper aufgenommen, müssen beide Formen umgewandelt werden in: 1,25-Dihydroxyvitamin D3 – auch als 1,25(OH)₂D3 bekannt. Diesen Wert kann Ihr Arzt in Form von Blutplasma abnehmen und vom Labor auswerten lassen

Vitamin D-Versorgung durch Sonnenlicht

Durch Sonnenlicht kann der Körper im Hochsommer ca. in 20 Minuten 10000 Einheiten herstellen. IE heißt dabei internationale Einheiten.

  • 40 i.E. Vitamin D3 sind genau das gleiche wie ug Vitamin D3 (Faktor 40)

Sonnencreme schützt dabei zwar vor Sonnenlicht, hemmt aber leider auch die Vitamin D-Produktion.

Ist es möglich Vitamin D überzudosieren?

Die Frage sollte lauten: Wie viel ist sinnvoll. In Foren werden teilweise Spiegel von 150 nmol/l empfohlen, wegen der entzündungshemmenden Wirkung,die nach Foren-Meinung natürlich mit höherer Dosierung zunehmen soll.

Die oben erwähnten Ergebnisse aus den Forschungen der Universität Oxford und New Jersey Medical School beschreiben, dass ein Spiegel von über 75 nmol/L keine weiteren gesundheitlichen Vorteile hat (Quelle: Forscher Dr. Swansone).

Ab einem Blutwert von ca. 150 – 200 nmol/l, wandelt der Körper das zugeführte Vitamin D in Energie um/ er macht es unbrauchbar!

Vitamin D-Versorgung durch Lebensmittel

 

In Lebensmitteln kommt Vitamin D nur in einigen Pflanzen in Form von Vitamin D2 und in einigen Tieren in Form von Vitamin D3 vor.
Dazu gehören: Fische, Pilzen, Weidenmilch und Eier

 

Vitamin D-Gehalt in verschiedenen Lebensmitteln (Gehalt pro 100 g, Lebensmittelmenge für die Abdeckung des vorbeugenden Vitamin D Bedarfs von 2.000-4.000 IE):

  1. Lebertran – 10.000 IE/ Dosierungsbedarf: 17-34 g pro Tag
  2. Aal* – 900 IE/ Dosierungsbedarf: 227-454 g pro Tag
  3. Lachs* – 700 IE/ Dosierungsbedarf: 294-588 g pro Tag
  4. Avocado – 200 IE/ Dosierungsbedarf: 1-2 kg pro Tag
  5. Steinpilze – 120 IE/ Dosierungsbedarf: 1,7-3,4 kg pro Tag
  6. Champignons – 80 IE/ Dosierungsbedarf: 2,5-5 kg pro Tag
  7. Hühnerei – 80 IE/ Dosierungsbedarf: 2,5-5 kg pro Tag
  8. Butter – 40 IE/ Dosierungsbedarf: 5-10 kg pro Tag

Vitamin D ist eines der erforschten Vitamine! Man weiß mittlerweile, in welchen Dosen es eingesetzt werden kann und wie es verstoffwechselt wird. Ein weiterführender Artikel ist:
Vitamin D3 – sei schlau, nutze es richtig!

Vielen Dank für´s Lesen!

Team Ernährungsbalance

 

Internationaler Bodensee Kongress, Schweiz SFGU

Liebe Leserinnen und Leser,

am Samstag, dem 9. September 2017, fand der 12. INTERNATIONALE BODENSEEKONGRESS DER MODERNEN ORTHOMOLEKULAREN MEDIZIN statt.
Vorgestellt wurden die neuesten Erkenntnisse der Mikronährstoff Medizin.

Inhalt der folgende Dozenten:

1. Dr. B. Poeggler:  Altern, Krankheit und Tod
2. Prof. Dr. B. König: Power, Sex, Suicide
3. Prof. Dr. W. Schöllhorn: Differenzielles Lernen als Turbo für Gehirn und Körper
4. Dr. D. Henz: Gehirnaktivität und Strahlung
5. Prof. Dr. Med. C. von Schacky : Fettsäuren in der Kardiologie. Was ist wichtig?
6. Priv.- Doz. De. med. N. H. Thoennissen;
Ernährungstherapie bei jeder Behandlung
7. Prof. Dr. E. Wiencke
Mikronährstoffe im Leistungssport

Dank einer spontanen Einladung, meiner
In mir entstand der Eindruck, der einzige Ernährungstherapeut zu sein. Anwesend waren Heilpraktiker, viele Professoren, mehrere Doktoren die an Universitäten forschen. Man kann sich vorstellen, dass es ein großer Informationsumfang war, wenn die führenden Dozenten der Mikronährstoffmedizin eine Stunde Zeit haben Ihre Inhalte, Forschungen und kursierende Fehlinformationen vorzustellen und aufzuklären. In dem Blog-Beitrag werde ich nur die Kernaussagen aufgreifen.

Erster Redner war: PD Dr. rer. nat. Burkhard Poeggeler. Sein Thema „Altern, Krankheit und Tod entkommen“.

Das hört sich natürlich sehr polarisierend an, aber genauso war auch sein Vortrag. Er sprach über die wichtige Bedeutung der Mitochondrien, dem Motor jeder Zelle und die Aufgabe des Therapeuten diese zu reparieren. Für mich wirklich sehr interessant war, dass er erklärt hatte warum einfach isoliertes L-Arginin innerhalb von mehreren Therapien verabreicht, nicht seine Wirkung entfalten kann. Er betont wie wichtig es ist Mikro-nährstoffe nach individuellem Bedarf auszurichten. Weitere Inhalte waren die Gesellschaft, die sich durch falsche Ernährung selbst vernichtet, sowie das Thema Mikrobiom im Darm. Im Mittelpunkt steht der Nitrosative Stress innerhalb der Zelle, der der Therapie im Wege steht und die alleinige Gabe von L-Arginin nichts bringt, sondern noch zu einer weiteren Entkopplung vom Stoffwechsel führt. Damit die Mikronährstofftherapie, in der L-Arginin eingesetzt wird, erfolgreich sein kann, sind folgende Schritte zu beachten:

Nr 1. Antioxidantien werden zuerst therapiert, erst dann folgt:

Nr 2. Nach ca. 4 Wochen L-Arginin Gabe, stetig von 0,6 Gramm bis auf ca. 3 Gramm/ Tag und mehr, hochfahren und begleitend therapieren mit Folsäure + B- Vitaminen  + Antioxidantien 

Rednerin Nr. 2 war Frau Prof. Dr. rer. nat. Brigitte König aus Leipzig. Ihr Thema: „Power, Sex, Suicide"

Sie hat über Wissen in der Diagnostik, Mitochondrien und der peripheren Blutleukozyten gesprochen. Ohne die abgestimmte Mikronährstoffgabe sind neurodegenerative Erkrankungen, metabolisches Syndrom, chronische Darmerkrankungen, Krebs und beschleunigtes Altern nicht aufzuhalten. Ihre Forschungsergebnisse waren erschreckend: Bei vielen Krebspatienten ist die Energiegabe der Mitochondrien extrem eingeschränkt, wie sie an vielen Beispielen erklärt hat. Anhand von einem Selbstexperiment -als gesunde Frau- hat sie Folgendes dargestellt:

Ohne die Gabe von Vitaminen und Mineralien, leisten Ihre Mitochondrien eine normale Energiemenge.

Nach einer Gabe mit ca. 100% der
D-A-C-H Referenzen, konnten ihre Mitochondrien signifikant mehr Energie bereitstellen.

Ihre Erkenntnisse hat Sie dann noch mit Krebskranken als auch mit Patienten mit Mineralstoffmängeln verglichen. Auch bei Kranken konnte die Vitamingabe zu einer erhöhten Energiefreisetzung der Mitochondrien führen.

Redner Nr. 3 war Prof. Dr. Schöllhorn über „Differenzielles Lernen als Turbo für Gehirn und Körper“. Provokativ fing er seine Präsentation an:

„Lerne nie das Richtige um ein guter Therapeut zu werden"
Prof. Dr. Schöllhorn

Mentales Training, Sport und individuelle Mikronährstoffe waren sein Thema. Er ist Befürworter gegen den Strom zu schwimmen, Leitlinien und starren Therapie-Standards als Therapeut von Anfang an abzulehnen. Anhand von einigen Beispielen zeigte er, dass man am meisten ohne Strukturen in der Kindheit lernt. Erst dann, wenn die Eltern probieren durch Regeln das Lernen zu steuern, wird das Lernen langsamer.

Starre Trainingspläne im Kraftsport und das intensive Lernen 6 Wochen vor Abitur, kritisierte er. Das mit dieser Methode "nichts hängen bleibt" war seine Kernaussage. Das Lernen gepaart mit Bewegung aber zum Ziel führt, hat er auch sehr plausibel rüber bringen können. Wirklich interessant war seine Präsentation über verschiedene Tische, bewegende Unterlagen und abwechselnde Trainingsmethoden im Tennissport, Kraftsport und Kampfsport.

Rednerin Nr. 4 war Dr. Diana Henz, Wissenschaftlerin über das Thema "Gehirnaktivität und Strahlung"


Ihr Thema war die Wirkung von elektromagnetischer Strahlung auf den menschlichen Organismus. Mich interessieren die Auswirkungen der Telekommunikation-Strahlung. Neu war mir, dass auch Bluetooth und W-lan Bereiche im Gehirn ansteuert, die zu Zwangsstörungen und Verhaltensänderung führen. Leider sind laut Ihren Forschungsergebnissen immer öfter Kinder die Opfer, die mit Tablet und Smartphone konfrontiert werden. Versuche mit "abschirmenden" Handychips brachten zwar leichte Verbesserungen, mein Fazit aus der Präsentation war jedoch das "abschirmende" Handy-chips nicht signifikant das Gehirn schützen.

Redner Nr. 5 war Prof. Dr.med. C. von Schacky, über  „Fettsäuren in der Kardiologie. Was ist wichtig?


Im Mittelpunkt seiner Präsentation werden viele Fakten und viele Studien
(genannt) und widerlegt. Mehrmals war es sehr amüsant. Zwar lesen sich die Studien gut, wurden aber mit einem Entscheidenden Fehler durchgeführt - Omega 3 wurde ohne Fett und Nahrung eingenommen- dadurch kann der EPA- & DHA -Serumspiegel nicht signifikant angehoben.
Somit sind die Studienergebnisse aus vielen Studien unbrauchbar

 "Einnahme ist nicht gleich Aufnahme." 
Prof. Dr.med. Clemens von Schacky

Erst die korrekte Anwendung von Nahrungsergänzungsmittel bzw. das Verzehren von Fisch, erhöht den Blutspiegel von EPa und DHA 13x-fach mehr als eine isolierte morgendliche Einnahme von Omega 3 ohne Fisch, ohne Nahrung (speziell Fett und andere Inhaltsstoffe). Niedrige Omega 3-Spiegel stehen linear gegenüber Herzinsuffizienz -niedriger Omega-3 Index bei Herzinsuffizienz bedeutet Herzversagen- daher sollte ein Index von 8-11 % angestrebt werden. Der deutsche Durchschnitt für EPA & DHA liegt bei ca 3%. EPA + DHA sollten bis zu 3g, laut FDA bis zu 5 g pro Tag, laut EFSA konsumiert werden. WICHTIG ist die Aufnahme, auch bei Krebs, zusammen mit fettreicher Nahrung und nicht nüchtern.

Er trifft auch die Aussage, dass die ALA-Fettsäure nicht signifikant zu EPA und DHA umgewandelt wird (der Blutspiegel steigt nicht aussagekräftig an in seinen Untersuchungen). Ich ging davor davon aus, dass anhand von der Studienlage zwar bei Frauen ca. 8% der ALA in EPA umgewandelt werden, bei Männern ca. 3% von ALA - Somit Veganer theoretisch durch Algenöl ihren Omega3 Bedarf abdecken- ... lediglich bei Diabetes und Krebs usw. auf Fischöl zurückgreifen müssen, da das Enzym der Umwandlung delta-6 Desaturase stark gehemmt ist. Das aber der Ziel EPA- und DHA-Spiegel mit veganer Ernährung selbst mit Algenöl nicht erreicht wird, war mir absolut neu! (Zumindest ist das EPA und DHA-reiche Algenöl besser als nichts und senkt auch das Risiko etwas). Die empfohlene Referenz von 8-11% Omega 3 wird der Veganer nicht erreichen. 

Redner Nr. 6 war Dr. med. Nils Thoennissen aus Bad Aibling. 

Seine Kernaussage ist, dass man Mineralstoffe nicht im Blutserum testet sondern nur intrazellulär und, dass man zum Entgiften komplementäre Substanzen und Mikronährstoffe einsetzen soll. Zusätzlich,meinte er, dass egal ob mit oder ohne Chemotherapie, eine psychologische Betreuung und DRINGEND  eine Ernährungstherapie stattfinden muss. Leider hat er zu Leinöl geraten, es entstand der Eindruck es könnte als Omega 3 Quelle für EPA- und DHA- Blutserum dienen bei Krebs was von Prof. Dr. med. Clemens von Schacky kurz und knapp widerlegt wurde.

Nr. 7 und letzter Redner war Professor Elmar Wienecke, der über "Mikronährstoff-Therapie der Zukunft" behandelte. 

Er ist Sportwissenschaftler und betreut viele Leistungsportler, ca. 50 Champions-League Fußballer, sowie Spieler der deutschen Fußball Nationalmannschaft. Auch er lehnt Messungen der Vitalstoffe im Serum ab. Nur die intrazelluläre Messung von Mineralien und Vitaminen ist aussagekräftig. Er erklärte was Mängel an bestimmten Mineralstoffen und Vitaminen auslösen. Nährstoffmangel= bedeutet Leistungsmangel = Erschöpfung, schlechter Schlaf, nächtliches Schwitzen und innere Unruhe. Rund 80% der Knochenbrüche sollen Ermüdungsbrüche sein.

"Vitamin und Mineralstoffmessungen im Blutserum sind unbrauchbar" - Professor Elmar Wienecke-

Mein Fazit der Veranstaltung

Das Resümee für mich war, dass für meine eigene Gesundheit bereits durch ausgerechnete Ernährung mit 100% der D-A-C-H Referenzen die beste Vorbeugung vor Krankheiten zu betreiben und ebenso meinen Kunden weiterhin durch Ernährungspläne insgesamt alle Vitamine und Mineralien abzudecken.Für die Ernährungstherapie wurde ich bestätigt. Ich werde weiterhin meine Kunden mit den gleichen Ansätzen therapieren. Es war ein anstrengendes, aber sehr interessantes Wochenende. Gespräche mit Regina Rose, Prof. Dr.med. Clemens von Schacky und weiteren Experten runden für mich den internationalen Kongress ab.

Viele Grüße

Michael Neumann