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Vitamin E in Kritik, ist es Krebserregend?

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Vitamin E ist ein Antioxidant. Dessen Aufgabe es ist freie Radikale auszuschalten und auf diese Weise den Körper zu schützen. Freie Radikale sind Moleküle, welche anderen Molekülen ein Elektron entnehmen. Sie greifen laut Theorie Zellwände an und können Schäden verursachen. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Radikalen und Antioxidantien wie Vitamin E ist somit gesund, ein unausgewogenes ist schlecht.
Vitamin E gehört zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine. Reich sind pflanzliche Öle, Nüsse, Sojabohnen und Getreideprodukte. Es kommt in der Natur in verschiedenen stereoisomeren Formen vor. D-ATocopherol ist dabei das häufigste und biologisch aktivstete.

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Soweit so gut, aber warum ist Vitamin E
jetzt in Diskussion geraten?

Im Oktober 2008 wurde eine SELECT Studie abgebrochen vom US-National Cancer Institute wurde der Abbruch bekannt gegeben. Der Grund war ein Zwischenergebnis mit einer nicht signifikat erhöhte Erkrankungsrate an Prostatakarzinom in der Vitamin E Gruppe. Ein weiterer etwas höhere Diabeteserkrankungen in der Selen-Gruppe. An der Studie hatten über 400 Standorte in den USA und Puerto Rico sowie Kanada teil-genommen. Die Anzahl der Studienteilnehmer lag bei 35.000 Männer, ab 50 Jahren.

Es Gab 4 Studiengruppen:

1 Gruppe: 400 mg Vitamin E
2 Gruppe: 200 µg Selen
3 Gruppe: 400 mg Vitamin E und 200 µg Selen
4 Gruppe: kein Wirkstoff / Placebo

Da die Zuwachsrate gering und statistisch nicht signifikant waren, beschreibt die US-National Cancer Institute, dass es Zufallsergebnisse gewesen sein könnten. Darüber hinaus stellt sich die Frage inwieweit eine standardisierte Überdosierung Zufuhr Sinn macht, ohne auf den jetzigen Blutspiegel von den Wirkstoffen zu achten. Während in Deutschland im Durchschnitt Serumselenwerte bei 70 Mikrogramm pro Liter liegen, lagen die Probanden der Gruppe 3 und 4 nach 200 Mikrogramm Selenomethionin bei einem Blutplasmawert von 250 Mikrogramm Selen von ähnlichen Anreicherungen kann man bei Vitamin E ausgehen.

 

Andere Studien über Vitamine berichten positive Effekte über enorme Vitamin E Dosen alle 2 Tag ( 400IE) mit Vitamin C (500mg jeden Tag)

Eine Auswertung der doppelblinde, placebokontrollierte Studie, Physicians Health Study II von 14 641 männlichen Probanden, die anfänglich im Alter von 50 Jahren oder älter waren. Darunter waren 1312 Männer mit einer Krebsgeschichte, kommt zum Entschluss, das die Entstehung von Krebs durch Vitamingabe um 8 Prozent gesenkt werden konnte. Dabei war der Schutzeffekt bei den Männern besonders deutlich, die bereits zu Studienbeginn Krebs erkrankt waren. In diesem Fall konnte das Risiko, erneut an Krebs zu erkranken, sogar um 27 Prozent gesenkt werden.

2 Kommentare

  1. Francis Francis

    sehr detaillierter Artikel!

  2. MAria MAria

    Erneut ein sehr guter Artikel, ich hatte im Internet schon von Videos und in Zeitschriften von *Krebs durch Vitamin E gelesen … viele beziehen sich auf die SELECT- Studie. Danke für den Beitrag !

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