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Inulin Tagesdosis, das Präbiotika gegen Verstopfungen

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Die Inulin Tagesdosis hängt vom Einsatzzweck ab. In der Ernährngstherapie und zum Aufbau vom Darm werden höhere Dosierung verwendet als zur täglichen Abdeckung vom Bedarf an Ballaststoffen.

Inulin ist nicht zu verwechseln mit Inulin.

Die Verzehrsempfehlung liegt bei 5- 10 Gramm am Tag, in der Therapie bei Verstopfungen werden jedoch 15 Gramm und mehr eingesetzt. Inulin ist ein Ballaststoff (Präbiotika) gehört zu den Polysacchariden und wirkt sehr positiv auf den Darm aus, der Darm wird dabei unterstützt sich zu regenerieren. In der Natur kommt es zwar in der Artischoke, , Zwiebeln , Bananen , Knoblauch , Spargel , Topinambur und Chicorée.
Wird jedoch in der Industrie hauptsächlich aus  Chicorée gewonnen.

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Studienlage: Inulin Tagesdosis und Wirkung auf die Darmflora bei übergewichtigen Frauen

Die Inulin Tagesdosis hängt wie beschrieben vom Einsatzzweck ab. Die Studie untersucht den Einfluss von Inulin auf die Darmflora hinsichtlich Veränderungen der Populationen dort ansässiger Bifidobakterien bei übergewichtigen Frauen. Zusätzlich werden Veränderungen der fäkalen Konzentration an kurzkettigen Fettsäuren (Marker für die Darmbesiedelung, SCFA) und mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit untersucht. Bei den Probanden handelte es sich um 30 übergewichtige Frauen, die in einem randomisierten, placebo-kontrollierten und doppelblindem Studiendesign über eine Dauer von 3 Monaten täglich 16 g Inulin oder Maltodextrin (Kontrollgruppe) erhielten. Als Parameter dienten die fäkalen Konzentrationen verschiedener Werte, die mittels Gas-Chromatographie gemessen und nach der Spearman-Korrelation ausgewertet wurden.

Am Ende der Studie konnten gesteigerte Werte bestimmter Bifidobakterien in der Inulin-Gruppe gemessen werden. Ebenso wurden bei der Inluni-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe signifikant niedrigere Konzentrationen an kurzkettigen Fettsäuren (SCFA) gemessen, was positiv mit dem BMI und dem Nüchtern-Insulin korrelierte.

In der Schlussfolgerung konnten neben den Veränderungen der Darmflora auch metabolische Risikofaktoren, die mit höheren Werten an SCFA assoziiert sind, reduziert werden (Salazar N., Dewulf E., Neyrinck A., et al., 2015).

Bei Verwendung der Studie könnte es problematisch sein, dass hier ausschließlich weibliche und übergewichtige Probanden untersucht wurden. Die nächste dargestellte Studie wird deswegen männlich Probanden ohne weitere Gesundheitseinschränkungen/Risikofaktoren betrachten. Dennoch bleibt zu klären,inwiefern die Studienergebnisse auf Personen mit Normalgewicht übertragbar sind und ob ggf. in Hinsicht auf einen Health Claim möglicherweise eine gesundheitliche, präventive Wirkung vermutet werden kann.

Studie zum Einfluss von mit Inulin angereicherter Pasta auf die Darmgesundheit / Permeabilität des Darms und entsprechende Marker (Zonulin, GLP-2)

Die Studie untersucht den Einfluss von mit Inulin angereicherter Pasta auf die Darmgesundheit. Neben dem bekannten Effekt auf die Darmflora, wird hier der Einfluss auf die Darmmotilität und Permeabilität anhand der Konzentrationen verschiedener Lipide und Peptide untersucht. Es wird vermutet, dass der Verzehr der angereicherten Pasta in der Lage ist, die intestinale Permeabilität bei jungen, männlichen, gesunden Freiwilligen zu verbessern.

In einem randomisierten und doppelblinden Cross-over-Design bekommen 20 Probanden nach einer 2wöchigen Einlaufphasen zunächst für einen Zeitraum von zweimal 5 Wochen (getrennt durch eine 8wöchige „Ausschleichphase“) entweder die mit Inulin angereicherte, oder eine normale Pasta.

Neben der Laktulose-Mannitol-Ausscheidung im Urin werden insbesondere die Konzentrationswerte an zirkulierendem Zonulin und GLP-2 als Messgröße verwendet. Die Gruppen mit angereicherter Pasta hatten signifikant niedrigere Zunolin-Serumwerte und signifikant höhere basale GLP-2-Werte als die Kontrollgruppen. Aus dieser Regulation folgerten die Wissenschaftler, dass der Verzehr der angereicherten Pasta in der Lage ist, die Barrierefunktion der Darmschleimhaut zu erhalten und vermuten, dass der Einsatz der Präbiotika in der Lage sein könnte, Magen-Darm-Erkrankungen und Stoffwechselkrankheiten präventiv entgegenzuwirken (Russo F., Linsalata M., Clemente C., et al., 2012).

Bei Anführung dieser Studie könnte im Hinblick auf einen Health Claim die Tatsache, dass es sich um mit Inulin angereicherte Pasta, anstelle von purem Inulin handelte, eine Hürde darstellen. Es kann spekuliert werden, ob das Inulin nur in Verbindung mit den anderen Zutaten der Nudeln die geschilderten Effekte bewirkt. Ebenso bleibt analog zur ersten Studie die Frage offen, ob diese Effekte z.B. auch auf Frauen übertragbar sind,